Lauflabor

Erfassung der Lauffähigkeit von Patient/innen mit Gefäßkrankheiten (pAVK)

Bewegung ermöglicht Mobilität und macht soziales Leben oft erst möglich. Wenn die Fähigkeit, zu Gehen oder zu Laufen eingeschränkt ist, wirkt sich das auf fast alle Bereiche des täglichen Lebens aus. Die Ursachen für Bewegungseinschränkungen sind vielfältig; häufige Ursache ist eine Einengung der Arterien in den Beinen (periphere arterielle Verschlußkrankheit, pAVK). Die Europäische Gesellschaft für Kardiologie (ESC) geht von mehr als 40 Million betroffenen Mensch auf dem europäischen Kontinent aus, die an der pAVK leiden. Betroffene Menschen müssen schmerzbedingt stehenbleiben und schauen sich oft aus Verlegenheit ein Schaufenster an, was der pAVK im Volksmund den Namen „Schaufensterkrankheit“ einbrachte. So humorvoll diese Schaufenster-Beschreibung auch klingen mag, umso gravierender sind die Auswirkungen für die betroffenen Patient/innen. So findet z.B. eine Einschränkung der Gehstrecke erst dann statt, wenn die Arterien bereits höhergradig eingeengt oder verschlossen sind, bzw. durch andere Symptome maskiert wird: Atemnot oder orthopädisch bedingte Schmerzen überlagern die genaue Diagnose.

Die EFVM unterstützt Arztpraxen und Kliniken durch Lauflabore, in denen Menschen ihre Laufleistung überprüfen können. Ziel der EFVM ist es, die Aufmerksamkeit auf die pAVK zu lenken und Ärztinnen und Ärzten sowie betroffenen Patientinnen und Patienten so frühzeitig auf diese schwerwiegende Erkrankung hinzuweisen, dass folgenschwere Komplikationen verhindert werden können.