Guidelinekonferenz

Etablierung von Leitlinien zur Verbesserung der Gefäßgesundheit

Die Forschung im Bereich der Gefäßmedizin ist in den letzten Jahrzehnten enorm avanciert. Von besonderer zukunftsweisender Bedeutung sind hier die biologischen Bypässe: kleine arterielle Gefäße, die sich unter bestimmten Bedingungen bilden und vorhandene Gefäßverengungen an großen Gefäßen überbrücken (Bypass durch Arteriogenese). Diese Bypass-Gefäße haben für die Prognose bei Schlaganfällen, Herzinfarkten oder der Vermeidung einer Amputation entscheidende Bedeutung. Je mehr dieser Kollateralgefäße vorhanden sind, bzw. durch Gefäßtraining oder spezielle Therapieverfahren  im Wachstum angeregt werden, umso mehr kann eine Gewebeschädigung bei einem Gefäßverschluß abgemildert werden. Die Entstehung von Kollateralen gehorcht einem biophysikalischen Gesetz: wenn in einer Arterie das Blut schneller und druckvoller strömt, vergrößert sich ihr Durchmesser. Die beschleunigte Bewegung des Blutes löst also Wachstumsprozesse aus. D.h. die erhöhte Schubkraft des Blutes regt die Arteriogenese an. Deshalb tut regelmäßige körperliche Ertüchtigung den Gefäßen ja so gut tut.
Professor Dr. Wolfgang Schaper ist einer der Pioniere dieser Grundlagenforschung – ihm verdanken wir die Aufdeckung und somit die klinische Anwendung dieses Prinzips.

Oberstes Ziel der nicht-operativen Therapie ist es, die Durchblutung im betroffenen Organ wieder zu verstärken, indem die Arteriogenese gefördert wird. Dazu gibt es hochmoderne Behandlungsmethoden, wie z. Bsp. Retropulsation oder Antepulsation.

Die EVFM richtet wissenschaftliche Konferenzen zum Themengebiet der Arteriogenese aus und begleitet die Umsetzung dieser Erkenntnisse in Empfehlungen an die Fachgesellschaften und Patientenorganisationen.

Hierzu wurde die „1st International Guideline Conference for Arteriogenesis“ ins Leben gerufen.