Ampere

Programm zur Vermeidung von vaskulär-bedingten Amputationen

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  • Verbesserung des Zugangs zu optimaler medizinischer Diagnostik und Therapie in Non-Metropol-Regionen und Low-Resource-Settings
  • Etablierung eines überregionalen versorgungsmedizinischen Amputations-Registers
  • Durchführung von Studien zur Arteriogenese

Innerhalb der letzten Jahrzehnte hat sich die Behandlung von Gefäßkrankheiten enorm verbessert und viele Behandlungsansätze wurden revolutioniert. Das aktuelle Konzept wird als „endovascular-first approach“  beschrieben: In erster Linie kommen nicht-operative Therapiemaßnahmen von Gefäßverschlüssen, Gefäßeinengungen oder Gefäßaussackungen (Aneurysmata) zum Einsatz. Erst, wenn diese keinen ausreichenden Therapieerfolg zeigen, werden Kombinationseingriffe (sog. Hybrideingriffe) oder gefäßchirurgisch Maßnahmen angewandt.

Der Zugang zu diesen optimierten Therapieverfahren für Patientin/innen ist jedoch regional höchst ungleich verteilt, denn:

  • die Therapiemöglichkeiten sind nicht in allen Regionen bekannt
  • der nächste Facharzt / die nächste Fachärztin ist oft weit vom Wohnort entfernt
  • die Wartezeit auf einen Termin kann Wochen bis Monate betragen

Dies führt dazu, dass die Vorteile der modernen Gefäßmedizin bei weitem nicht allen Patient/innen zugänglich sind.

Die EFVM engagiert sich dafür, langfristig die Gesamtzahl der Amputationen zu verringern oder gar gänzlich zu verhindern und Patient/innen Zugang zu den modernen endovaskulären Therapieverfahren zu verschaffen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist zunächst die Erfassung des Ist-Zustandes von gefäßbedingten Amputationen notwendig.

In Zusammenarbeit mit Krankenkassen, Kliniken, Ärzt/innen und Patient/innen – schwerpunktmäßig in Non-Metropol-Regionen und in Low-Resource-Settings – werden diese Daten erhoben. Alle durchgeführten Amputationen werden dann im Ampere-Register als überregionales versorgungsmedizinisches Register erfaßt. Durch eine anschließende wissenschaftliche Auswertung der Daten, wird das Ampere-Register als Basis dienen, die Gefäßgesundheit in den genannten Regionen nachhaltig zu verbessern. Neue und personalisierte Behandlungsstrategien können auf diese Weise den Patient/innen angeboten werden.